Shinkendo
Shinkendo basiert auf den weitreichenden Kampfkunsterfahrungen von Obata Toshishiro Kaiso
Obata Sensei hat unter anderem Yoshinkan Aikido (Uchi-Deshi von
Shioda Gozo), Yagyu-Shinkage Ryu (Yagyu Nobuharu),
Toyama-Ryu/Nakamura-Ryu (Nakamura Taizaburo), Ryukyu Kobudo (Inoue
Motokatsu) studiert. Des weiteren trainierte Obata Sensei in Ioriken
Battojutsu, Manrikigusari und Kashima-Shinryu.
Shinkendo ist keine Sportart im westlichen Sinne. Deshalb gibt es im
Gegensatz zum weitläufig bekannten Kendo keine Wettkämpfe oder
Punktwertungen. Gemeinsam haben beide Künste jedoch die tiefe
Verwurzelung in der japanischen Kultur. Die Grundzüge der japanischen
Etikette (Reiho) sind deshalb auch Bestandteil der Ausbildung.
Der Shinkendo - Lehrplan umfasst 5 Bereiche, die gleichermaßen trainiert und weiterentwickelt werden müssen:
1.Suburi:
Schwertschwingübungen. Diese dienen dem erlernen korrekter
Schnitttechnik und dem Konditionieren des Körpers. Hauptziel des Suburi
ist es, das Schwert natürlich zu führen.
2.Batto-Ho:
Schwertziehen. Am Ende der Techniken steht immer das Wegstecken des
Schwertes (Noto). Batto-Ho wird ausschließlich im Stehen ausgeführt.
3.Tanrengata:
Fließende Einzelformen. Durch das Trainieren der Katas sollen
geschmeidige Bewegungen mit effektiven Schnitttechniken erlernt werden.
4.Tachiuchi:
Partnertraining mit Schwertkontakt. Eine gründliche Ausbildung ist
erforderlich, da ohne Rüstung geübt wird. Ziel des Tachiuchi ist es, ein
ausgeprägtes Gefühl für Distanz (Maai) und Timing/Harmonie mit dem
Angreifer (Awase) zu entwickeln. Durch intensives Üben ist es möglich,
automatisch und unbewusst auf Angriffe zu reagieren.
5.Shizan (Tameshigiri):
Schnitttest mit dem Katana. Zum Tameshigiri werden gerollte Matten
(Tatami Omote) verwendet, die zuvor in Wasser eingelegt wurden. Gute
Kontrolle des Schwertes ist beim Tameshigiri unabdingbar, deshalb werden
Schnitttests nur mit erfahrenen Schülern bzw. nach einer ausreichenden
Trainingszeit durchgeführt.
Im Training werden bis auf den Schnitttest (für Fortgeschrittene) Holzschwerter als
Übungswaffen verwendet. Sicherheit wird groß geschrieben.
Toyama Ryu
Toyama-Ryu ist eine Schwertschule die 1925 gegründet wurde, um den
Kadetten der Toyama - Gakko (Militärakademie) in kurzer Zeit effektive
Schwerttechniken beizubringen. Obwohl Toyama - Ryu erst 1925 entstand,
gilt sie als Koryu (Alte Schule). Der Ursprung der im Toyama-Ryu
gelehrten Techniken ist in den alten Iaido-Stilen Omori-Ryu, Muso
Shinden-Ryu und Muso Jikiden Eishin-Ryu zu suchen.
Die ursprünglichen Techniken wurden jedoch verändert, da diese Stile
hauptsächlich aus dem Seiza
(Fersensitz) starten. Für den effektiven,
schnellen und praktischen Einsatz war es notwendig, die Formen aus dem
Stand zu trainieren.
Toyama - Ryu umfasst 31 Kataformen und 6 Kumitachi (Partnerformen).
Toyama-Ryu wird als Bestandteil von Shinkendo gelehrt. Wir unterrichten Toyama-Ryu ab mittleren Schülergraden.